Neu im Programm

Märchenhaft Verzwergt

Susanne Sommer, Mezzosopran
Martin Lüker, Klavier

Immer diese Märchen. Warum eigentlich?
Weil wir sie lieben und brauchen sowie Musik und Gesang. Susanne Sommer, Mezzosopran und Martin Lüker am Klavier wissen Bescheid. Das Duo möchte in die Märchenwelt eintauchen. Der Tauchgang hält aber Strömungen parat, wonach beide Musiker an unterschiedlichen Stränden der Interpretation angelangen. Sommer und Lüker wollen über Märchen erzählen und singen, sich streiten über den Inhalt und dessen Bedeutung. Die Sängerin Susanne Sommer war in ihrem vorherigen Leben als Dornröschen tätig, wobei Lüker als 8. Zwerg lebte.
Ein Dornröschen verdient nicht mehr so besonders vor allem dann, wenn der Prinz eine neue Lebensgefährtin hat. Was also tun? Man singt über Märchen, oder das, was man dafür hält. Gut, wenn man einen arbeitslosen Zwerg als Klavierbegleiter mitbringt, der zwar knurrig ist und erst auf Linie gebracht werden will, aber auf Grund der zu erwartenden Gage mitziehen muss. Dem Duo stellen sich folgende Fragen: Warum stechen sich Prinzessinnen ständig? Warum sind Zwerge besondere Wesen, die Königinnen betören und verstören? War der Jäger aus Kurpfalz auch Rotkäppchens Jäger? Außerdem, was hat George Gershwin mit den Gebrüdern Grimm zu tun oder Kurt Weill mit Aschenputtel?
All das bleibt “märchenhaft verzwergt”.
Freuen Sie sich auf einen Prinzessinnensoundcheck voll märchenhafter Musik, wo keine Äpfel stechen können und keine Erbse vergiftet ist, aber der Saft süß und bekömmlich bleibt. Wenn das man nicht ein Märchen ist?

MEERSCHWEINCHEN ALS SEIN

Zwei Männer erscheinen. Zwei Ostwestfalen. Der eine greift sich die Gitarre. Der andere schlurft zum Piano. Ein Blick. Beide kennen sich schon lange.

 

Kurzes Reimintro. Dann geht es los.

 

Der Gitarrenmann singt im Bassbarition und erinnert etwas an Sascha, aber mit tiefer Samtstimme. Das ist Gunnar (rechts).

 

Der Klaviermann singt tenoral und ist eine Mischung aus Erhardt und Helge Schneider. Das ist Martin. (links)

 

Beide Musiker - durch und durch. Es geht ans Herz. Und darum geht es.

 

Einige Damen fühlen sich durchaus angesprochen, die mitgenommenen Männer freuen sich.

 

Das war ihr Ziel. Beide singen deutsch.

 

Eigene Sachen mit Anmoderation, die es in sich tragen: skurril, verworren komisch mit Substanz.

 

Und was singen die?

Schnurz Piepe

Entspannung von Amtswegen

Gestatten, Piepe - Herr Schnurz Piepe! Der Name ist Programm. Meistens im Sinne von "entspannt".

 

Manchmal auch im Sinne von "egal". Schnurz Piepe ist eine Lebenseinstellung, eine Art Philosophie.

 

 

Ganz im Gegensatz dazu Herr Lüker: der gehört nämlich eher zur Gattung HB-Männchen. Schnell auf 180, ruckzuck an der Decke.

 

Schnurz Piepe zeigt Lüker den Weg zur Gelassenheit. Präventiv für die Situationen, in denen sonst die Hutschnur platzt und der Kragen reißt. Entspannung ist das Stichwort!

 

Schnurz Piepe nimmt uns dabei mit auf ein entlegenes Nordsee-Archipel. Dort umspülen Ebbe und Flut Ärger und Stress, die Brandung berauscht das Ohrensausen und die steife Brise bläst den Sand aus jedem Getriebe.

 

Zum Beispiel aus dem Getriebe der Deutschen Bahn. Wenn Sie denn kommt, aber unklar bleibt, ob, wie lange oder wohin Sie fährt. Und ob man sitzt, liegt oder ein Teil der Reisegesellschaft inzwischen schon wieder auf dem Bahnsteig steht.

 

Schnurz Piepe hat die Macht über Blutdruck und Puls erlangt. UND: er zeigt uns wie!

Mit Blasebalg statt Betablocker und Schlendrian statt Baldrian.
Mit Poesie und Entschleunigung,
mit Verheißungen und Glaubenssätzen,
mit Musik auf Gurke und Klangstäben,
mit der Bohrmaschine, den Beatles, Liszt und Bach,
mit Tango und Wischmob.

 

Und am Ende ist es wirklich schnurz-piep-egal, ob Sie Sand zwischen den Zehen haben oder einen Muskelkater im Ohr. Hauptsache Sie sind bei diesem skurrilen, kurzweiligen Abend dabei. Wir wünschen Ihnen eine entspannte AnREISE!